Adlerturm

Der 20,5  Meter hohe spätgotische Eckturm der alten Stadtbefestigung wurde im 15. Jahrhundert erbaut und lag früher unmittelbar am Rhein. Das im Kellergeschoss liegende Verlies war nur durch eine Öffnung im Gewölbescheitel  zugänglich. Im vorigen Jahrhundert befand sich im Turm das Gasthaus „Zum Adler“, von dem sich auch der Name des Turmes ableitet. Johann Wolfgang von Goethe nahm dort während seiner Rüdesheimer Aufenthalte Quartier.

Rüdesheimer Adelshöfe

In der Oberstraße befinden sich eine Reihe schöner alter Höfe aus verschiedenen Kulturepochen: der Frankensteiner Hof, der Ritter‘sche Hof und der Bassenheimer Hof. Der unzweifelhaft schönste aller Rüdesheimer Adelshöfe in der Oberstraße ist der ab dem Jahre 1292 erbaute Brömserhof. Beeindruckend sind in dem ehemaligen Sitz des alten Rüdesheimer Geschlechts der Brömser auch heute noch die gotische Kapelle und der Ahnensaal mit herrlichen Fresken. Heute beherbergt der Brömserhof das Museum für mechanische Musikinstrumente.

Klunkhardshof

Der Klunkhardshof ist ein monumentaler, in leichtem Knick geführter, zweigeschossiger Fachwerkbau aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die massive Rückwand ist die Wehrmauer der ältesten Ortsbefestigung. Der Hof war ehemals Besitz der angesehenen Rüdesheimer Familie Klunkhard, aus der auch ein früher Abt des Klosters Eberbach hervorgegangen ist. Heute ist dieser Hof einer der prächtigsten Bauten Alt-Rüdesheims.

Brömserburg (Niederburg)

Früher unmittelbar am Rhein gelegen, war die Burg vom Anfang des 10. bis Anfang des 19. Jahrhunderts in Besitz der Erzbischöfe von Mainz, die den alten Wehrbau im 12. Jahrhundert in eine Wohnburg umwandelten. Die mehr als zwei Meter starken Mauern und Gewölbe setzten jedem Angriff Widerstand entgegen. Nur den südöstlichen Teil konnte der Herzog von Longueville 1640 zerstören. Die Burg war bis 1937 bewohnt, bis sie im Jahre 1941 von der Stadt Rüdesheim erworben wurde. Heute enthält sie die umfangreichen Sammlungen des Rheingauer Weinmuseums.

Boosenburg (Oberburg)

Der romanische Bergfried liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Brömserburg. Das Bauwerk weist durch seine Formen auf eine Entstehung aus dem 9. Jahrhundert hin. Mit seinen 38 Metern überragt der Turm der Boosenburg alle anderen Gebäude der Stadt. Das gesamte Anwesen befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich.
 

Burgruine Ehrenfels

Anstelle einer früheren Privatburg ließ um 1220 der Erzbischof von Mainz ein stattliches Schloss erbauen, das zur Erhebung eines einträglichen Transitzolls diente. Wegen seiner strategisch günstigen Lage war es im 30jährigen Krieg hart umkämpft und wurde schließlich 1689 niedergebrannt. Die Ruine liegt idyllisch in den Weinbergen zwischen Rüdesheim und Assmannshausen.

Mäuseturm

Der Turm, mitten im Rhein zwischen Bingen und Rüdesheim, entstand in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Wachturm der Kurmainzer Zollburg Ehrenfels am rechten Rheinufer. Neben der Funktion als Signalturm am Binger Loch, war der kleine Bau markante Grenzmarke der preußischen Rheinprovinz. Bis 1974 diente der Mäuseturm als Schifffahrtssignalstation im Rhein.

Burg Rheinstein

Das Symbol der Rheinromantik. Die über 700 Jahre alte Anlage wurde als erste Burg in der Rheinromantik des 19. Jh. wiederaufgebaut. Die wunderschön restaurierte Burg und ihre Traumgärten sind vom 18.3.2017 bis 5.11.2017 täglich von 09.30 bis 17.30 Uhr zu besichtigen (gut per Schiff zu erreichen und Partner der Romantik-Tour). Burgladen, Burggastronomie und Appartements. Erwachsene 5,50 €, Kinder 3,50 €, Gruppenermäßigung. Kontakt: Fam. Hecher, 55413 Trechtingshausen, Tel.: +49(0)6721-6348, Fax: +49(0)6721-6659, info@burg-rheinstein.de, www.burg-rheinstein.de

Ruine Rossel

Die „Rossel“, eine künstliche Ruine auf der höchsten Erhebung des Niederwalds, wurde 1774 durch den Grafen Ostein errichtet und eröffnet einen grandiosen Ausblick auf die Nahe-Mündung und das Binger Loch. Zu erreichen ist sie in 20 Minuten bequem zu Fuß ab dem Niederwalddenkmal oder mit dem Sessellift von Assmannshausen zum Jagdschloss Niederwald, von dort liegt die Burg nur noch zehn Gehminuten entfernt. Nahe bei der Rossel liegt die Zauberhöhle.

Niederwald-Denkmal

Das Denkmal wurde in den Jahren 1877-1883 nach einem Entwurf von Johannes Schilling aus Dresden errichtet und ist heute Treffpunkt für Gäste aus aller Welt. Das  38 Meter hohe Denkmal symbolisiert die Wiedererrichtung des deutschen Kaiserreiches nach dem deutsch-französischen Krieg 1870-1871. Hauptfigur ist die 640 Zentner schwere Germania mit der Kaiserkrone in der erhobenen rechten und dem Reichsschwert in der linken Hand. Vom Niederwalddenkmal aus bietet sich eine herrliche Fernsicht ins Rhein- und Nahetal.

Niederwald-Tempel

Der Aussichtstempel, den Graf von Ostein im Jahr 1790 erbauen ließ, wurde während der romantischen Epoche des 19. Jahrhunderts zum Mittelpunkt vieler Geistesgrößen ihrer Zeit. Zu den begeisterten Besuchern zählten Brentano, Beethoven und Goethe. Im November 1944 durch alliierte Bomber zerstört, konnte er nach vollständiger Rekonstruktion im Juni 2006 wieder eingeweiht werden.

Zauberhöhle

Die Zauberhöhle, um 1790 erbaut, ist ein ummauerter Gang von etwa 60 m Länge, dessen Wände ursprünglich mit glitzernden Glassteinen verziert waren. Der Gang mündet in einer Rotunde der Zauberhütte. Trat man nach dem Verwirrspiel des halbdunkeln Glitzergangs in die Zauberhütte, so öffnete sich dem Besucher – das war die Raffinesse – in grellem Licht die Sichtschneise zum Rhein hin, wie in einer Zauberwelt der Natur.

Rotweinlaube Assmannshausen

Die als Filmkulisse errichtete Laube wurde 2007 von den Assmannshäuser Bürgern an einer markanten Stelle, mitten in den Weinbergslagen, neu aufgebaut. Sie ist von Assmannshausen aus auf dem Rheinsteig in ca. 30 Wanderminuten zu  erreichen. Mit traumhaft schönem Blick auf die Weinbergs-Steilhänge und in das romantische Rheintal lädt dieser Ort zum Verweilen ein.

Glockenspiele

Als beliebte Attraktionen sind die beiden Glockenspiele in Rüdesheim jeden Tag von 9.30-22 Uhr zu bewundern. Das Eine ertönt zu jeder vollen Stunde vom Turm des Rüdesheimer Schlosses in der Drosselgasse. Es zeigt verschiedene Holzfiguren, die die vier großen Weinjahrgänge des 20. Jahrhunderts symbolisieren. Das Gegenstück, mit Glocken aus original Meißner Porzellan, ist in den Fenstern von Siegfrieds Mechanischen Musikkabinetts zu bestaunen und wird zu jeder halben Stunde gespielt.

Ruine der Hindenburgbrücke

Errichtet 1913-1915 war die Brücke mit rund 1000 Metern Länge die zweitlängste Brücke über den Rhein. Sie bestand aus neun Betongewölben und zwei Stahlfachbögen und wurde im März 1945 durch Soldaten der Wehrmacht gesprengt. Seit 2002 bilden die Überreste der nach dem Krieg nicht wiederaufgebauten Hindenburgbrücke den östlichsten Punkt des UNESCO Welterbe "Oberes Mittelrheintal".

 
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